Die 5 Lateintänze

Lust auf Lateintanzen? Sie wollten schon immer einmal in die Welt der lateinamerikanischen Rhythmen eintauchen und sie auch körperlich erleben? Bei uns sind Sie genau richtig! Wir entführen Sie in die Welt der tänzerischen Lebensfreude. Aber wussten Sie auch, wie diese überhaupt entstanden sind? In den folgenden Abschnitten erfahren Sie spannende Hintergründe zum Ursprung und der Entwicklung der beliebten Tänze vom südamerikanischen Kontinent.

Samba

Der Name dieser Tanzart wird von dem afrikanischen Wort „semba“ (= Bezeichnung für typische Hüftbewegung) abgeleitet.

Die Samba-Musik kann von der kultischen Musik Altafrikas abgeleitet werden. Die lebendige schnelle Musik regte zu tänzerischer Bewegung an. Heute beherrscht Samba das musikalische Leben Brasiliens. Die europäische Variante der Samba hat heute nicht mehr viel mit der brasilianischen Tanzform zu tun.

Samba wird im 2/4 Takt getanzt mit einem Akzent auf dem zweiten Taktschlag, der durch Schlaginstrumente erzeugt wird. Das Tempo liegt vor allem auf Turnieren bei 48-52 Takten pro Minute.

Begeistert von der Samba zu sein – das geht schon nach einer Minute. Samba tanzen zu lernen – nach einer Stunde. Aber GUT Samba zu tanzen – dafür braucht man vielleicht ein Jahr, wenn man jeden Tag trainiert. Tatsächlich ist die Samba der für Europäer vielleicht schwierigste Lateintanz. Aber haben Sie deswegen bitte keine falsche Scheu!

Cha-Cha-Cha

Beim Cha-Cha-Cha ist ganz deutlich eine südamerikanische Leichtigkeit und Fröhlichkeit zu spüren. Zu Recht ist der kubanische Tanz auch deshalb eine der beliebtesten Tänze in ganz Deutschland. Er kann genauso zu moderner Disko-, Pop-, oder Chartmusik getanzt werden und ist höchst flexibel, auch was das Alter der Tänzer angeht. Im Jahr 2007 wurde der Cha-Cha-Cha sogar zum Tanz des Jahres gewählt. Die westliche Variante des Cha-Cha-Cha, die heute bei uns verbreitet ist, gehört zu den lateinamerikanischen Tänzen im Tanzsport.

Der Cha-Cha-Cha verbreitete sich schnell auch über Kubas Landesgrenzen hinweg, zuerst nach New York, wo er zum Modetanz avancierte, und im Anschluss auch bis nach Europa, wo er zu Beginn der 60er Jahre ins Welttanzprogramm aufgenommen wurde.

Cha-Cha-Cha tanzt man sehr rhythmisch und dynamisch mit vielen kleinen kraftvollen Schritten und dem für die Lateintänze typischen Wechsel zwischen Ruhe und Bewegung. Charakteristisch für das Bewegungsbild sind schnelle Hüftbewegungen und Drehungen, aber auch verspielte und vielseitige Posen. Vorwärtsschritte werden zuerst auf der Fußspitze und dann auf dem Fußballen mit Druck zum Boden angesetzt, die Ferse wird abgesenkt, kurz bevor die komplette Schrittlänge erreicht ist.

Die Mischung von kubanischer Tradition und modernen Einflüssen macht den Cha-Cha-Cha ganz besonders interessant und ihn zum vielleicht am leichtesten erlernbaren Lateintanz, doch keineswegs langweilig! Wenn sie Lust auf den flotten und frechen Tanz aus Südamerika bekommen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Rumba

Die Rumba ist der Tanz der Liebe. Sie war es schon immer und wird es auch bleiben. Kein Tanz betont die weibliche Seite einer Tänzerin stärker. So oder so ist die Rumba genau das richtige für romantische Momente zu zweit.

Die Rumba ist ein Paartanz kubanischer Herkunft und wird ungefähr seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts in vielen Industrieländern zu den lateinamerikanischen Gesellschafts- und Turniertänzen gezählt.

Das langsame Tempo ermöglicht den Tänzern die Musik gezielt in ihre Bewegung miteinzubeziehen. So werden die gut hörbaren Percussions zwischen den schweren Zählzeiten vor allem für schön ausgetanzte Körperbewegung genutzt. Besonders charakteristisch für die Rumba sind die provokativen Hüftbewegungen sowie die Verdrehungen im Körper selbst, bei denen sich Körperteile wie die Hüfte gegen andere Körperteile im eigenen Körper winden und so Spannung herstellen.

Der Tanz sollte eigentlich auf dem vierten Schlag eines Taktes begonnen werden, was bei Turniertänzern auch üblich ist. Tanzanfänger in der Tanzschule lernen hier dagegen der Einfachheit halber oft den Tanz auf dem ersten Taktschlag zu beginnen und erst in fortgeschrittenerer Stufe wird die rhythmische Genauigkeit eingeführt.

Beim Rhythmus ist außerdem Folgendes wichtig: Die Rumba ist ein sogenannter „Körpertanz“. Die Hüftbewegungen entstehen durch kontrolliertes Verlagern des Gewichts von einem Fuß zum anderen. Jede Fußbewegung dauert einen halben Taktschlag. Die Gewichtsverlagerung oder Körperaktion entsteht dann in der zweiten Hälfte des Taktschlags. Außer bei dem Schritt, der sich über zwei Taktschläge zieht, nämlich auf 4 und 1, hier ist für die Gewichtsverlagerung und Körperbewegung eineinhalb Schläge lang Zeit.

Paso Doble

In seinem Ursprung ist der Paso Doble ein spanischer Tanz zu spanischer Marsch-Musik, der allerdings in Spanien selbst auf keiner Tanzfläche zu sehen ist – wenn dann nur in eigenständiger Version auf der Bühne.

Als Stierkampf-Pantomime war er schon in den zwanziger Jahren bekannt.

In der heutigen Form ist er in Frankreich kreiert worden, wo er zunächst vorrangig von Künstlern getanzt wurde, bevor er als Schau- und später als Turniertanz von Tanzlehrern entdeckt wurde.

Bei uns wird der Paso Doble derzeit nicht gelehrt- bzw. getanzt!

Jive

Jive macht einfach allen Spaß. Das liegt bestimmt vor allem an der besonders fetzigen und stimulierenden Musik, die für diesen Tanz charakteristisch ist. Hier kann sich jeder austoben!

Der Jive ist heute die international anerkannte Bezeichnung für einen Tanz, der vielfältige Verwandte Vorläufer hat, die afroamerikanischen Ursprungs sind. Dazu gehören zu Beginn der dreißiger Jahre der Lindy Hop, Blues und Swing, in den vierziger Jahren der Boogie oder Boogie Woogie, der Jitterbug und Bebop, gefolgt in den fünfziger Jahren vom Rock’n’Roll.

Die Paare wirken leicht, wie Ping-Pong-Bälle, springlebendig und unbeschwert, die Figuren spielen mit der Musik. Die Tänzer betonen mit ihren Schritten die musikalischen Akzente.

Der Jive zeigt ganz besonders viel Lebensfreude. Charakteristisch für diesen Tanz sind viele offene Figuren ohne geschlossene Tanzhaltung, diverse Kicks und Twist. Eines der Hauptkennzeichen ist das leicht-lockere Durchschwingen der Hüfte. Man setzt die Schritte immer mit der Innenkannte des Fußballens an und setzt erst danach die Ferse an. Das Gewicht bleibt dabei aber immer auf dem vorderen Teil des Fußes. Es gibt kaum Fersenschritte. Alle Schritte sollten klein getanzt werden.

Die Musik des Jives ist besonders typisch und sehr leicht zu erkennen. Kaum eine andere Musik ist so mitreißend, peppig und eingängig für jedermann. Der Tanz hat einen ausgeprägten 4/4 Takt mit Betonung auf dem 2. und 4. Schlag.

Die klassischen Stücke, die auch immer noch gerne gespielt werden, versetzen einen fast schon zurück in eine frühere Zeit. Dazu gehören Songs von Elvis oder Chubby Checker sowie andere Stars jener Zeit. Titel wie „Hit the Road Jack“ von Ray Charles oder „Over and Over“ von Bobby Day haben sich längst verewigt und sorgen immer noch für gute Laune.

Haben Sie beim Lesen Ihre Füße schon kaum stillhalten können? Wollen Sie auch einmal die Energie dieser mitreißenden Musik spüren und sich beim Tanzen austoben? Dann sind Sie bei uns genau richtig!